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Wissenswertes
Wortherkunft, Legenden und andere Geheimnisse...
Woher kommt denn eigentlich der Begriff "Hut"?
Ursprünglich bezeichnete man mit "Hut" eine Decke, Hut und
Hütte haben nicht zufällig denselben Wortstamm. Das Wort
stand aber auch für "Schutz" und "behüten", dem
Schutz des Lebens und ist mit einem hohen Symbolwert
besetzt.
Oft verrät der Name auch gleich die Funktion der Hutes:
Das spanische Wort sobra heißt "Schatten" und ist die Wurzel
von sombrero, Schattenspender. Der Sombrero ist auch ein
Schutzhut.
Der Zylinder hingegen bekam seinen Namen durch seine spezielle
Form - das seit dem 6. Jahrhundert bezeugte Fremdwort führt
über lateinisch cylindrus auf griechisch kylindros, Walze, Rolle,
Zylinder zurück.
Die deutsche Körperteilbezeichnung "Kopf" oder "Haupt" ist wahrscheinlich verwandt
mit dem lateinischen caput, das dass Gleiche bedeutet.
Der Begriff "Kappe" stammt von lateinisch cappa, Hülle, Kapuze ab.
Es gibt Vermutungen, dass sich der Hut überhaupt erst aus der Kapuze,
die anfänglich mit dem Mantel verbunden war, entwickelt hat.
Im 3. Jahrhundert wurde zur Kappe auch die Schulterhülle gerechnet.
Das französische chapel ist als Verkleinerungsform, chapelet,
von chape (Mantel mit Kappe anzusehen), das sich zu chapeau, Hut, verändert hat.
Der französische Hutmacher heißt noch heute chapelier.
Gesundheit
Wie entsteht ein Sonnenstich?
von Dr. med. K. Larisch, Quelle: www.netdoktor.de
Ein Sonnenstich entsteht durch längere und direkte Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf. Davon sind nicht nur kahlköpfige Menschen bzw. Personen mit wenigen oder hellen Haaren betroffen, sondern es kann jedem passieren. Besonders gefährdet sind Kleinkinder.
Die starke Sonneneinstrahlung führt zu einer Reizung der Hirnhäute. Daher entstehen beim Sonnenstich ähnliche Symptome wie bei der Hirnhautentzündung.
Welche Symptome treten auf?
Anzeichen für einen Sonnenstich sind: Hochroter, heißer Kopf, Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühl, steifer Nacken, Fieber.
Welche Maßnahmen sind sinnvoll?
Bei einem Sonnenstich muss ein Arzt gerufen werden, da es zur Schwellung des Gehirns und damit zu Lebensgefahr kommen kann. (..)
Wie kann man dem Sonnenstich vorbeugen?
Die sinnvollste Vorbeugung ist, bei direkter Sonneneinstrahlung einen Sonnenhut auf dem Kopf zu tragen. Der Sonnenhut sollte leicht und luftdurchlässig sein. Besonders geeignet sind daher Strohhüte(..). Baseball-Kappen sind nicht zu empfehlen, da sie kaum eine Luftzirkulation am Kopf zulassen.
Geheimnisvolles
Eine Reise durch die Kulturgeschichte des Hutes zeigt, wie man den Hut in den
vergangenen Epochen zur Selbstdarstellung genutzt hat.
Die Kultur einer ganzen Zeit widerspiegelt sich in der Form der Kopfbedeckungen,
denn immer hat der jeweilige Zeitgeist -je nach kulturellem Schwerpunkt,
der mal auf religiösem, mal auf wissenschaftlich-geistigem,
mal auf technischem oder auf sportlichem Gebiet lag- den Hut in Form und Farbe,
in Material und Bearbeitung beeinflusst.
Hüte bergen oft in Geheimnis: Das Geheimnis der symbolhaften Kennzeichnung seines Trägers
oder seiner Trägerin. Viele berühmte Schönheiten der vergangenen Zeit wurden als
"faszinierend" oder "geheimnisvoll" beschrieben.
Das kommt sicher daher, dass ein ganz wichtiges Element unseres Schönheitsempfindens darin
besteht, dass wir das Bild, das wir wahrnehmen, nicht genau definieren können -
und so können wir die Schönheiten in unserer Fantasie zu dem machen,
was wir als "schön" empfinden.
Quelle: "Hut und Putz" von Josephine Barbe
Heilige Legenden um den Wollfilz
Der heilige Clemens
Der Schutzheilige von Hutmachen und Filzern hatte sich während seiner langen Märsche als
umherreisender Mönch von einem Bauern Schafwolle erbeten,
um den Druck seiner Sandalen zu mildern.
Durch das Schwitzen und die Bewegung beim Laufen hatte sich eine Filzsohle gebildet,
die sich als hervorragender Schutz gegen Nässe und Kälte erwies.
Später dann, als vierter Bischof von Rom, erinnerte er sich an den Vorgang
und ließ den Filzprozess entwickeln.
Der heilige Jacobus erfand angeblich den Filzhut
Er war einer der zwölf Apostel und später das Haupt der christlichen
Gemeinden in Jerusalem. Einer alten Sage nach hatte er sich sein
Schlaflager mit Wollhaaren gepolstert, um weicher und bequemer
zu schlafen. Durch seine Körperwärme hatte sich die Wolle verfilzt.
Er nahm ein Stück davon ab, formte es über seinem Knie zu einem
Hut und setzte ihn auf.
Zur Zeit der beiden Legenden die Filzbereitung eigentlich schon
lange bekannt. Das Interessante: Filze entstehen also, wenn die Wolle
über längere Zeiträume unter dem Einfluß von Wärme und Feuchtigkeit
gewalkt wird.